Stellen Sie sich, wenn Sie so wollen, die tragische Farce vor: Opfer, die von der Illusion hochbezahlter Auslandsjobs angelockt werden, finden sich dann in Verzweiflung wieder. Dort sind sie gezwungen, genau die Täuschungsnetze zu weben, die sie gefangen genommen haben – Voice-Phishing, Liebesbetrug, Investitionsbetrug und die immer schwer fassbaren Kryptowährungsprogramme. Ein düsteres Ballett der Ausbeutung, in dem die Grenze zwischen Opfer und Täter wie Tinte im Wasser verschwimmt. Und doch stellt Interpol seufzend fest, dass nicht alle Opfer von Menschenhandel sind; Einige schuften lediglich in diesen höllischen Werkstätten der Täuschung, obwohl ihre Lage kaum weniger schlimm ist. Diejenigen, die gegen ihren Willen festgehalten werden, ertragen Bedingungen, die das Herz eines Stoikers zum Weinen bringen würden: Gewalt, Folter, Ausbeutung und die unsägliche Verletzung ihrer Menschlichkeit.