Von der Deutschen Börse übernommener Krypto-Broker sichert sich deutsche Lizenzen

Das in der Schweiz ansässige Krypto-Brokerunternehmen Crypto Finance hat vier Lizenzen von der deutschen BaFin erhalten, da es seine Präsenz auf dem europäischen Markt verstärken will.

Das zum multinationalen Finanzriesen Deutsche Börse gehörende Digital-Asset-Brokerunternehmen Crypto Finance hat für seine lokale Tochtergesellschaft vier Lizenzen von der deutschen Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erhalten, wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag am Montag bekannt gab. Der Ankündigung zufolge ebnen die Lizenzen der Tochtergesellschaft den Weg, regulierte Handels-, Abwicklungs- und Verwahrungsdienstleistungen für digitale Vermögenswerte in Deutschland anzubieten.

„Wir freuen uns, dass die Crypto Finance (Deutschland) GmbH nun von der BaFin, der höchsten Benchmark in der Regulierungsaufsicht, als Krypto-Verwahrungsanbieter in Deutschland lizenziert wurde.“

Crypto Finance Group CEO Stijn Vander Straeten

Die Deutsche Börse kaufte 2021 eine Mehrheitsbeteiligung an dem in der Schweiz ansässigen Fintech-Unternehmen, um ihr Krypto-Angebot, einschließlich Post-Trade-Dienstleistungen wie Custody, zu erweitern. Damals betonte Thomas Book, Vorstandsmitglied für Trading & Clearing bei der Deutschen Börse, dass die Investition auf die wachsende Nachfrage etablierter Finanzinstitute zurückzuführen sei, die sich in der aufstrebenden Anlageklasse engagieren wollten. Die konkreten Konditionen der Transaktion wurden nicht bekannt gegeben.

Crypto Finance wurde 2017 von Jan Brzezek und Tobias Reichmuth gegründet und bietet Brokerage-Dienste für mehr als 200 Kryptowährungen, darunter Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH). Laut Crunchbase hat das Unternehmen bei Redaktionsschluss in vier Finanzierungsrunden über 41 Millionen US-Dollar eingesammelt, zusammen mit Matthias Kroener und Lingfeng Capital als jüngsten Investoren.

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2024-02-13 11:09