Britische Kryptoregulierung im Fokus, da BOE Stablecoins für 2024 anstrebt

In einem ehrgeizigen Schritt, um Großbritannien als Vorreiter im Kryptowährungssektor zu positionieren, führen die Regierung und die Bank of England (BOE) umfassende Vorschriften für Stablecoins und digitale Währungen ein.

Die Strategie der BOE konzentriert sich in erster Linie auf die Regulierung von Stablecoins, die in Zahlungssysteme integriert sind, bis Anfang 2024. Dieser Ansatz basiert auf der Überzeugung, dass Stablecoins, die typischerweise an stabile Vermögenswerte wie das britische Pfund gebunden sind, im Vergleich zu anderen Kryptowährungen ein geringeres Risiko für das Finanzsystem darstellen.

Folglich ist der Regulierungsrahmen der BOE darauf ausgelegt, die Widerstandsfähigkeit dieser digitalen Währungen innerhalb wichtiger Zahlungsinfrastrukturen aufrechtzuerhalten.

GERADE IN: Die Bank of England schlägt vor, Stablecoins als Zahlungsoption für Waren und Dienstleistungen zuzulassen.

– Watcher.Guru (@WatcherGuru)

Darüber hinaus wird die Financial Conduct Authority (FCA) den breiteren Kryptomarkt überwachen und einen umfassenden Regulierungsrahmen gewährleisten, der alle Aspekte digitaler Währungsgeschäfte abdeckt.

Der Gesetzgeber rät zur Vorsicht

Dieser duale Regulierungsmechanismus ist eine durchdachte Reaktion auf die Komplexität und vielfältigen Risiken, die verschiedene Arten digitaler Währungen mit sich bringen.

Die Vorschriften sind die jüngsten in einer Reihe von Schritten, die die britische Regierung unternommen hat, um den Kryptoraum im Inselreich zu rationalisieren. Im August lud die BOE in Zusammenarbeit mit dem britischen Finanzministerium interessierte Parteien ein, sich einer Beratergruppe anzuschließen, um die Machbarkeit eines digitalen Pfunds zu prüfen.

Nach der Ankündigung erhielt die BOE mehr als 50.000 Antworten, was die weit verbreitete öffentliche Besorgnis über den Datenschutz, die Verwendung von Bargeld und die zukünftige Entwicklung des Pfunds unterstreicht.

Das Streben der BOE nach einem digitalen Pfund blieb jedoch nicht ohne Kritik. Laut Bloomberg stellen sich britische Gesetzgeber die Notwendigkeit des digitalen Pfunds.

Der einflussreiche Finanzausschuss unter Vorsitz des konservativen Abgeordneten Harriett Baldwin hat die BOE aufgefordert, „mit Vorsicht vorzugehen“ und Maßnahmen zur Eindämmung der Risiken zu erwägen, die mit einem digitalen Pfund einhergehen könnten.

Dem Bloomberg-Bericht zufolge forderte der Ausschuss die Zentralbank auf, zu prüfen, ob das digitale Pfund die Mühe wert sei, da es das traditionelle Bankensystem gefährden und Bedenken hinsichtlich der Privatsphäre hervorrufen könnte.

Großbritannien weicht vom US-Ansatz ab

Ein faszinierender Aspekt des britischen Regulierungsplans ist die Möglichkeit für Stablecoin-Unternehmen, Erträge aus den Vermögenswerten zu erzielen, die ihre Münzen stützen. Dieser Ansatz hat jedoch Debatten über Fairness ausgelöst.

Die Sorge besteht darin, dass steigende Zinssätze es den Unternehmen ermöglichen könnten, von diesen Vermögenswerten zu profitieren, während die Verbraucher möglicherweise keinen entsprechenden Nutzen daraus ziehen. Im Bewusstsein dieses potenziellen Ungleichgewichts sind die Regulierungsbehörden bereit, die Situation genau zu überwachen.

Darüber hinaus positioniert sich Großbritannien mit der Umsetzung dieser Vorschriften neben anderen Ländern, darunter Japan und der Europäischen Union. Diese Länder haben bereits ähnliche regulatorische Rahmenbedingungen geschaffen, was auf einen globalen Trend hin zu einer standardisierten Verwaltung digitaler Währungen hindeutet.

Dieser Schritt steht in krassem Gegensatz zu den USA, die noch keinen umfassenden Rahmen für Stablecoins und den breiteren Kryptomarkt veröffentlicht haben.

Diese Entwicklungen signalisieren einen bedeutenden Wandel im britischen Ansatz zu digitalen Währungen unter der Führung von Premierminister Rishi Sunak, bei dem das Land versucht, sein Finanzsystem und seine Verbraucher zu schützen.

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2023-12-02 23:11